Teichfilter Erfahrung am 10000l Koiteich mit Koifilter aus 2 Filterkammern im Gartenhäuschen

Meine Erfahrungen mit dem Koifilter aus 2 Filterkammern am 10000l Koiteich mit Kois, Bitterlingen, Goldfischen und Sonnenbarschen

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

ich wollte ein wenig über meine Erfahrungen beim Bau meines neuen Filters berichten. Da ich mir viel Mühe gemacht habe, das Ganze sauber in einer Hütte zu installieren, um auch den Winter zu überstehen, lege ich ein besonderes Augenmerk auf diese Hütte.

 

Mein Filterprojekt 2020 mit dem 15.000 l Koifilter aus 2 Filterkammern am 10000l Koiteich

 

Zuerst die Rahmenbedingungen:

Der Koiteich ist 10000l groß und an der tiefsten Stelle 1.70 m tief. Ich habe mich vor 6 Wochen dazu entschieden, nochmal in einen neuen Filter zu investieren, weil mir am Ende des Winters fast alle Fische jämmerlich eingegangen sind. 4 große Kois, Goldfische, Bitterlinge und Sonnenbarsche ( um die Goldfisch- und Bitterlingpopulation klein zu halten (funktioniert gut)). Ich schätze, dass sich Ammoniak gebildet hatte, das ich nicht schnell genug binden konnte. Es war ein echtes Trauerspiel.

 

Der Teich steht an einer „schlechten“ Stelle unter einem sehr großen Ahornbaum, der mindestens dreimal im Jahr so viel Biomasse in den Teich einbringt, dass ich mit zwei Netzen arbeiten muss (siehe Bilder). Ein grobes für das Herbstlaub (das auch Reiher abhält) und ein feineres, um Blüten, Blütenstaub (einer zusätzlich nahestehenden Fichte) und „Propeller“ abzuhalten. Das funktioniert leidlich gut und ist notwendig, weil sonst die Pumpe verstopft. Der Ahornbaum reduziert das Licht sehr stark, so, dass ich mit „Algen“ nicht so viele Probleme habe, allerdings auch sonst kaum etwas im Teich wächst. Um den groben Schmutz abzufangen, arbeite ich zudem mit einem OASE Skimmer (siehe Bild vom Teich). Als Beispiel, wie viel Biomasse so ein Ahornbaum produziert, ein aktuelles Bild von der Blüte. Ohne feines Netz wäre die Pumpe schon hin.

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Die Entscheidung fiel auf einen 2 Tonnenfilter von Teichpflege, u. a. weil ich das Konzept (großes Filtervolumen) nachvollziehen kann, die Blogeinträge von Erfolgen berichten und auch die Kontakte dorthin durchweg positiv waren.
Die Bestellung dauerte etwas – Corona lässt grüßen – was aber natürlich nichts mit dem Teichpflege-Team zu tun hatte. Leider wurden beim Einpacken ein paar Teile (Ausflüsse aus den Tonnen und die Schlauchbefestigungen) vergessen, so dass es noch ein paar Tage länger dauerte, bis ich den Filter vorläufig in Betrieb nehmen konnte. Das war alles überhaupt kein Problem, weil die Anleitungen dafür umfänglich und gut verständlich geschrieben sind. Innerhalb von 3 h lief der Filter im Probebetrieb.

 

Für mich wesentlich war es, den Filter so zu installieren, dass er sich in den Garten einfügt und die ganze Technik nicht zu sehen ist. Aus diesem Grund habe ich relativ viel Zeit darauf verwendet, die Angebote für Hütten (ein Eigenbau lohnt in der Regel nicht) zu sichten und eine kostengünstige Lösung zu finden. Ich entschied mich für eine Hütte von Hornbach, Gerätehaus Alopex Medium mit Fußboden 120 x 180 cm Natur (https://www.hornbach.de/shop/Geraetehaus-Alopex-Medium-mit-Fussboden-120-x-180-cm-natur/8307212/artikel.html), die von der Größe her optimal passt, preislich günstig war und mir zudem die Möglichkeit bot, mit vertretbarem Aufwand eine leistungsfähige Isolierung einzubauen. Die Hütte ist weitgehend „vorgefertigt“ und kann mit etwas Geschick auch alleine aufgebaut werden. Ich habe mir die Mühe gemacht, ein ordentliches Fundament zu legen und dieses ebenfalls zu isolieren. Bevor jetzt Hinweise kommen, dass das alles besser gegen Nässe geschützt werden müsste, sei angemerkt, dass es an dieser Stelle so trocken ist (Fichte/Ahorn), dass dort praktisch nichts wächst.

 

Nach dem Aufbau der Hütte, habe ich diese innen komplett mit 30mm Styropor ausgekleidet und 12mm Faserplatten als Schutz aufgebracht (praktisch die Hütte nochmal gebaut). Bei der Tür ist es etwas knifflig, es geht aber, auch wenn dort die 2mm, die das Styropor zu dick ist (die Nischen sind nur 28mm), durch „Bäuche“ natürlich auffallen. Da die Tür aber meist verschlossen ist, geht es. Das Dach habe ich zusätzlich zur Dachpappe, die mitgeliefert wird, mit Wellplastik gedeckt, um sicher zu gehen.

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Um das Ganze von innen vor Nässe zu schützen (da Schlauchtüllen immer mal undicht sind), habe ich die Hütte unten mit 1mm Teichfolie (2m x 2,50m) ausgekleidet. Die gesamte Elektrik liegt oben, um vor Wasser möglichst geschützt zu sein. Ein Fi-Schutzschalter und ein Not-Aus sind zusätzlich installiert. Um die Leitungen und Schläuche von der Holzwand wegzuhalten habe ich ein Drahtgitter auf 5x5cm Holzwürfeln installiert, auf dem alles mit Kabelbindern fixiert werden kann. Dadurch konnte ich weitere „Löcher“ – es sind so schon genug nötig – in der Holzwand vermeiden. Die Zuleitungen vom und zum Teich habe ich über PVC-Rohre realisiert.
Für den Einbau der Filtertonnen habe ich mich an die Vorgaben gehalten. Die erste steht auf einer Palette erhöht, die zweite davor. Es ist eng in der Hütte, trotzdem sind mit etwas Akrobatik alle Installationen gut zu erreichen. Wenn ich es nochmal zu machen hätte, würde die vordere Tonne längs vor der hinteren stehen. Das würde genauso funktionieren, nur die Löcher müssten an anderer Stelle (Schmalseite) gebohrt werden. In der ersten Tonne habe ich unten ebenfalls ein Drahtgitter (wie an der Wand) eingesetzt, damit das Wasser nach der Einleitung sich gut über die ganze Fläche des Filters verteilen kann.

 

DN 75 habe ich nur für die Zusammenführung der beiden Ausläufe genutzt. Danach nur noch DN 50. Den Zulauf regle ich über einen Y-Verteiler mit zwei Hähnen. Der eine führt in den Koifilter, der andere zu einem Springbrunnen im Teich. Die Belüftung (Eheim 400) ist ebenfalls in der Hütte installiert, so dass außen an Technik nur noch der Skimmer sichbar ist (auch der bezieht seinen Strom aus der Hütte). Als UVC Klärer verwende ich einen 55 W Klärer von Aquaforte. Die OASE Teile waren mir doch etwas zu teuer. Das Ganze ist mittlerweile vom Probebetrieb, auf Dauerbetrieb umgestellt und funktioniert perfekt. Die Einleitung des gefilterten Wassers in den Teich erfolgt über einen alten Brunnenauslauf, der auf einer Basaltplatte montiert ist.

 

Der Teich war zu Beginn relativ trüb, weil der Ahorn geblüht hat und viel Biomasse im Teich war. Nach einer Woche Einlaufen habe – wie empfohlen - ich vor einer Woche die Filterbakterien eingebracht. Es ist schon beeindruckend, was so ein bisschen Pulver dann im Teich auslöste. Ich konnte praktisch jeden Tag sehen, wie der Teich klarer wurde und seit zwei Tagen kann ich die Pumpe, die bei 1,50 m Tiefe liegt, sehen - wirklich unglaublich. Mittlerweile sind zu den 6 Restfischen (Bitterlinge, dunkle Goldfische und Sonnenbarsche) 10 kleine Kois hinzugekommen.

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Der Teich läuft jetzt seit 2 Monaten und es hat sich an der super Qualität des Wassers – klar wie ab der 2 Woche – nichts geändert. Auch mit mehr Fischbesatz bleibt das Wasser klar.

 

Soweit die Infos zu meinem „Projekt 2020“ Teichfilter. Bei Fragen melden Sie sich gerne bei mir.

 

Herzlichst,
Markus Mierzwa

 

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  • Ergänzung

    Da der Bericht schon einige Zeit her ist, eine kurze Ergänzung. Mittlerweile läuft der Filter 5 Monate. Es ist, wie von Herrn Hosse prophezeit. Ich öffne die Tür zum Filterhaus maximal einmal die Woche und bisher war immer alles o.k. Den Bakterienbelag im Filter selbst kann man gut sehen. Das Wasser im Teich ist nach wie vor glasklar, auch wenn mittlerweile wieder fast 20 Fische (kleine Kois sind hinzugekommen) im Teich schwimmen. Insgesamt bin ich mit dem Filter rundum völlig zufrieden. Gespannt bin ich auf den Winter und vor allem das nächste Frühjahr. Ich hoffe, dass mir ein Erlebnis wie Anfangs dieses Jahres erspart bleibt.
    Herzlichst,
    Markus Mierzwa