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Sterlet

 (lat. Acipenser ruthenus)
 
Sterlet
 
Körpermerkmale
 
Körperform: torpedoförmig, spindelförmig und insgesamt ziemlich gleich dem Stör
Maul: unterständig aber leicht nach oben gebogen, die Schnauze ist lang, spitz und schmal, rüsselförmig ausstülpbar
Barteln: 4 Stück mit kurzen Fransen
Schuppen: keine Schuppen, dafür 5 Reihen an Knochenschildern, 1 Reihe an Rücken mit 11 - 17 Schildern, 2 Reihen an den Seiten mit je 60 - 70 Schildern, 2 Reihen am Bauch mit 10 - 18 Schildern
Besonderheiten: die seitlichen Knochenschilder sind im Vergleich zum Stör sehr klein
Rückenflosse: diese ist sehr weit nach hinten versetzt
Schwanzflosse: die Oberlappen sind stark verlängert und unsymmetrisch
Bauchflossen: diese sind sehr nach hinten angeordnet
Brustflossen: diese sind zum Vergleich von anderen Störarten auffallend groß, oder auch Störartige Fische genannt
Alter: der Sterlet kann ein Alter von ca. 20 Jahren erreichen
Mittlere Länge: 40 - 60 cm
Maximale Länge: ca. 80 cm
 
Sterlet - Seitenansicht
 
Lebensweise - Lebensraum
 
Lebensweise: Bodenfisch der Süsswasserregion sowie Brackwasserregion
Lebensraum: in den Zuflüssen des nördlichen Eismeeres, des Asowschen Meeres sowie Kaspischen Meeres und einige Zuflüsse der Ostsee, damals war er auch in der Donau bis Ulm vertreten, wird im Regen in der Oberpfalz wieder von Vereinen eingesetzt
Besonderheiten: die Nahrung bilden kleine Fische, Schnecken, Kleinkrebse, Würmer und Insektenlarven
 
Sterlet Kopf und Barteln
 
Fortpflanzung
 
Laichzeit: Frühjahrslaicher, Sommerlaicher, Mai - Juni
Laichplatz: über einem Kiesgrund am liebsten in der Strömung
Eizahl: 11000 - 140000 pro Fisch
Besonderheiten: zieht zur Laichablage Flußaufwärts, es findet eine Laichwanderung statt, die Eier haften am Gewässergrund und sind ca. 3 mm dick, nach 4 - 5 Tagen schlüpfen die jungen Fische aus den Eiern
 
Sonstiges:
 
Qualität als Speisefisch: unbedeutend, da fast ausgestorben
Wirtschaftliche Bedeutung: es wird eine künstliche Aufzucht für die Teichwirtschaft versucht, wohl mit Erfolg
Sterlet im Wasser