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08.02.2009 10:48:55

Die Algen im Teich

Wie erkenne ich die Algen im Teich und wie kann ich diese effektiv bekämpfen?

Es gibt viele verschiedene Algenarten im Teich. Insgesamt gibt es ca. 100000 verschiedene Algen. Man kann diese Algen aber grob in 4 große Gruppen einteilen. Im Teich leben alle Lebewesen in einer Symbiose. Durch die Störung des Gleichgewichts und die damit entstehenden Lücken in chemischen Kreisläufen und biologischen Nahrungsketten bilden sich die Nischen, die die Massenentwicklung einzelner Arten fördern.
 
Das führt zu einer beschleunigten Verschlechterung der Lebensbedingungen für alle anderen Arten und letzlich zur ökologischen Verödung des Biotops. Der Teich wirkt ungepflegt und neigt in vielen Fällen zum Umkippen.
 
 

Das Feindbild Alge

Das Erste was von einem Laien wahrgenommen wird, ist das massenhafte Auftreten von Algen. Egal in welcher Form, man kann diese Auswirkungen einfach nicht übersehen. Trotzdem sind die Algen im Teich lebensnotwendig für Oberflächengewässer, in dem sie für die Primär- und Sauerstoffproduktion verantwortlich sind. Somit sind die Algen im Teich ein wichtiges Glied der Nahrungskette.
 
 
Die wichtigsten Algen in den 4 Gruppen:
 
1. Schwebalgen (grünes Wasser)
 
2. Fadenalgen
 
3. Blaualgen
 
4. Flagellaten
 
 
Diese Algen kann man in folgende Größenordnung einteilen:
 
Makroplankton > 500 µm
Mikroplankton (Netzplankton) ca. 50 bis 500 µm
Nanoplankton 10 bis ca. 50 µm
Ultraplankton 0,5 bis 10 µm
 
 
So sieht die normale Algenentwicklung in stehenden Gewässern aus
 
Die beeinflussenden Faktoren:
 
- Temperatur
- Licht
- Nährstoffe
- Konkurrenz durch andere Algen oder Pflanzen
- Fraß durch Räuber
- Giftstoffe
- Sediment
- chemisch und physikalische Nebenbedingungen
 
Verschiedene Ansprüche der einzelnen Arten, Spezialisierung führt zu unterschiedlicher Entwicklung.
 
Beispiele für Spezialisierungen:
 
- Beweglichkeit (gerichtete Ortsbewegung, z.B. zum Licht hin)
- pH-Toleranz
- N-Fixierung
- P-Speicherung
- Sporenbildung zur Überdauerung von ungünstigen Zeiten
- Überleben unter Eis
- Lichtmodulation
 
Die Algen haben also die Fähigkeit sich auf Dauer anzupassen. Das zeugt von Intelligenz. Somit sichert sich die Alge das Überleben im Teich. Doch warum sind die Algenblüten für ein Biotop oder den Teich gefährlich?
 
Der Stoffwechsel der Alge:
 
Tagsüber (Assimilation)
- Produktion von Sauerstoff O2
- Zehrung von HCO3 (Hydrogencarbonat, KH)
- Erhöhung des pH-Wertes im Wasser (über 9,5)
 
Nachts (Respiration)
- Zehrung von Sauerstoff O2
- Produktion von CO2 (Kohlensäure)
- Senkung des pH-Wertes im Wasser (unter 6,5)
 
Durch die starken pH-Wert Schwankungen in Tag und Nacht entsteht der Zusammenbruch der relativen Artenvielfalt. Eine Algenart ist dann die dominierende und löscht anderes Leben im Teich aus. Das führt dann zur Katastrophe im Teich.

So erkennen Sie die Algen im Teich und so werden Sie diese erfolgreich bekämpfen bzw. in die Grenzen verweisen.

Schwebalgen:
 
Die Schwebalgen sind kleine Algen, die im freien Wasser im Teich umhertreiben. Durch den Einfall des Tageslichtes oder Sonnenlichtes reflektiert die Schwebalge in grün. Das sorgt für das allseits bekannte grüne oder oft auch braune Wasser im Teich. Effektiv kann man die Schwebalgen durch eine UVC Lampe pumpen, die die Algen abtötet. Der feine Algenstaub bleibt oder sollte zumindest im Teichfilter hängenbleiben. Die Bakterien im Teichfilter verarbeiten dann den grünen Mulm, der sich im Teichfilter ablegen sollte. Auch Schwermetalle sollten durch die Bakterien abgebaut werden. Das Wasser wird sozusagen geklärt. Diese Form der Algenvernichtung ist sehr einfach zu bewerkstelligen, da die Schwebalgen auf sehr einfache Art und Weise von der Teichpumpe eingesaugt werden. Durch das Abtöten der Algen im Teichfilter wird das in den Algen gespeicherte Phosphat wieder frei. Dadurch können sich wieder neue Algen bilden. Das Phosphat muss also gebunden werden. Ich kenne nur ein Mittel, daß das kann und das ist Söll PhosLock AlgenStopp®. Das Phosphat wird gebunden und ist für neue Algen nicht mehr als Nahrung vorhanden. Das mit dem Phosphat merkt man auch an kleinen Algenbetten direkt unter dem Teichfilter Rücklaufrohr im Teich. Dort sammeln sich gerne neue Algen durch das frische Phosphat an. Effektiv ist es auch einen Granulatsack mit ZeoSpeed® in die letzte Teichfilter Tonne zu legen. Das wirkt für mindestens 6 Wochen und der Sack mit dem Zeolit kann dann wieder mit ZeoPower® aufgefrischt werden. So halten Sie Ihren Teich kristallklar.
 
 
Fadenalgen:
 
Die Fadenalgen sind meistens stark grün gefärbt. Sie legen sich mit ihren Fäden an Pflanzenstielen, Uferrändern oder am Teichgrund ab. Die Fadenalge bildet ein sehr starkes Geflecht, daß so mancher mit einem Stock aufzwirbelt und aus dem Teich hebt. Aber Vorsicht. Das ist genau der Fehler, der vielfach gemacht wird. In dem Moment, in dem Sie die Fadenalgen aufdrehen und herausheben, lässt die Fadenalge viele kleine Sporen fallen. Aus diesen Sporen entwickeln sich wieder neue Fadenalgen. Es entsteht eine Kettenreaktion, die das Fadenalgenwachstum nur noch beschleunigt. Das ist aber eine ganz natürliche Überlebensstrategie der Fadenalge, um das Überleben der eigenen Art zu sichern. Die Sporen werden bereits ausgeschieden, wenn Sie die Fadenalgen unter Wasser zusammenwickeln. Beim herausheben des Algenbündels läuft mit dem abtropfenden Teichwasser eine wahre Flut an Sporen in den Teich zurück. Das heißt man muss die Fadenalgen an der Gesamtstruktur bekämpfen. Das geht am besten mit Söll FadenalgenVernichter. Sie streuen das Pulver direkt über den Fadenalgen ohne es vorher mit Wasser anzurühren in den Teich. Das Pulver legt sich sofort auf den Fadenalgen ab und zerstört diese. Die Möglichkeit der Fadenalge die Sporen noch aussenden zu können ist nicht mehr gegeben. Sie sehen direkt zu, wie die Fadenalge vor Ihren Augen abstirbt. Der Mulm der Fadenalge treibt an die Teichoberfläche und muss nun mit einem Algenkescher aus dem Teich entfernt werden. Aber auch ein Skimmer kann den Mulm einsaugen. Das war das Ende der Fadenalgen im Teich. Durch diesen Vorgang wird aber auch wieder das Phosphat der Fadenalge freigesetzt. Das muss nun wieder gebunden werden, damit nach einiger Zeit keine neuen Algen dadurch gezehrt werden. Sie werden merken, daß dieser Vorgang der Fadenalgen Entfernung aus dem Teich sogar Spaß macht. Sicherlich ist es besser, wenn man von Anfang an keine Fadenalgen im Teich hat. Aber oftmals kommen die Fadenalgen sehr plötzlich zu Tage. Dann ist schnelles Handeln von Vorteil. Das schont auch den Geldbeutel.
 
 
Blaualgen:
 
Die Blaualgen sind für die Fische und Kleinstlebewesen im Teich die gefährlichsten Algen. Ein sicheres Merkmal die Blaualgen zu erkennen ist ein ölartiger Film auf der Teichoberfläche. Die Blaualgen schwimmen auf der Teichoberfläche als grün-blau schimmernde Algenbetten mit kleinen Bläschen auf dem Teppich. Dieser ist ca. 2 cm dick. Zwischen den kleinen Algenteppichen auf der Wasseroberfläche ist ein bläulicher Ölfilm zu sehen. Wenn man mit einem Stock durch diesen Film streift, schließt sich der Ölteppich wieder sehr schnell. Das sind die gefährlichen Blaualgen. Ein paar Algenfetzen treiben auch im Freiwasser und legen sich dann später auf der Teichoberfläche ab. Das schlimme an den Blaualgen ist, daß diese alles andere Leben im Teich zerstören. Die Blaualgen werden die dominierenden Algen im Teich. Selbst im Winter stirbt die Blaualge nicht ab. Die Blaualge sondert toxische Stoffe und Gifte ab, die die Fische angreifen. Die Fische fressen viel weniger und sind nicht mehr so lebendig. Die Schleimhäute der Fische können geschädigt werden. Der toxische Stoff lagert sich im Fisch selber ab und schwächt ihn. Das kann sogar bis zum Tod der Fische führen. Auch Kleinstlebewesen haben bei Blaualgenbefall keine Chance mehr zu überleben. Das biologische Gleichgewicht im Teich ist zerstört. Nun gilt es den Blaualgen zu Leibe zu rücken. Beste Erfahrungen haben wir mit AlgoSol® forte und dem normalen AlgoSol® von Söll gemacht. Die Blaualgen haben hierbei keine Chance mehr. Nach der Vernichtung der Blaualgen gilt es das Phosphat wieder zu binden. Und einen optimalen pH-Wert mit TeichFit® wieder herbeizuführen. Nun kann sich wieder ein optimales Klima im Teich entwickeln. Auch die Fische werden wieder gesund, wenn die Wasserwerte in Ordnung sind. Die Kleinstlebewesen können wieder eine Symbiose mit anderen Organismen im Teich eingehen.
 

 
Sie sehen selber, wie komplex doch die Welt der Algen im Teich sein kann. Doch mit ein paar einfachen, genialen und effektiven Mitteln kann man die ein oder andere Situation im Teich perfekt meistern. Wichtig ist nur, die Gefahr zu erkennen, sofort zu handeln und nachhaltig vorzubeugen. Dann werden auch Sie ein tolles Teichjahr ohne Algenmassen erleben können. Sollten Sie einen speziellen Fall von Algen in Ihrem Teich haben, können Sie auch eine Wasserprobe von Ihrem Teichwasser analysieren lassen. Setzen Sie sich dafür einfach mit uns in Verbindung.
 

Bei Ihrer Wasserprobe können folgende Werte genau ermittelt werden:

- pH Wert
- Leitfähigkeit
- Gesamthärte
- Karbonathärte
- Nitrit Gehalt
- Nitrat Gehalt
- Ammonium Gehalt
- Phosphat Gehalt
 
Sie erhalten bei einer gewünschten Wasseranalyse von uns eine Kunststoffflasche zugeschickt. In dieser Flasche befindet sich ein flüssiger Stoff, der das Teichwasser für die Reise konserviert. Füllen Sie das Teichwasser einfach in die Flasche mit dem Konservierungsstoff und senden die Flasche an die von uns angegebene Anschrift. Die Analyse steht innerhalb weniger Tage zur Verfügung. Fragen Sie uns über die Kosten, die damit verbunden sind.