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07.02.2009 11:26:20

Der richtige pH-Wert im Teich

Welcher pH-Wert ist der richtige im eigenen Teich?

Die Frage, welcher pH-Wert denn der richtige im Teich ist, hat sich sicherlich schon so mancher Teichbesitzer gestellt, als er vor seinem Teich gestanden ist und das Wasser vor lauter Algen nicht mehr sehen konnte. Was tun? Der Teich ist kurz vor dem Umkippen, und das im Hochsommer bei 30 Grad Celsius im Schatten. Die Fische sind kurz vor dem sterben. Eine katastrophale Vorstellung aber leider nicht selten. Schuld an dem ganzen Schlamassel ist ein viel zu hoher pH-Wert. Daher ist es sehr wichtig, den pH-Wert gleich im Frühjahr auf 8,3 einzustellen. Aber warum 8,3 pH-Wert? Wie kommen wir darauf?
 

Warum pH-Wert 8,3?

Der natürliche pH-Wert von Oberflächenwasser ist 8,3. Doch was ist bei diesem Wert im Wasser los? Jedes Wasser, das sowohl Calcium als auch gelöstes Kohlendioxid enthält, muss einen höheren Gleichgewichts-pH-Wert als 7 haben.
 
Der natürliche Gleichgewichts-pH-Wert eines ungestörten, calciumhaltigen Wassers, das im Gleichgewicht mit atmosphärischem Kohlendioxid steht, liegt bei 8,3 und wird durch das Zusammenspiel von Calcium und den unterschiedlichen Kohlensäureformen festgelegt. Durch diese Tatsache kann auch der wassereigene Selbstreinigungsmechanismus entstehen. Denn in einem intakten Biotop herrscht zwischen den kleinen und großen Organismen ein Gleichgewicht.
 
 
Es ist nun so, daß die vielen kleinen Einflüsse des Alltages diesen pH-Wert empfindlich stören können. Da haben wir zum z.B. den sauren Regen, Düngemittel aus Wiesen und Feldern, unnatürliches Fischfutter usw. Diese Einflüsse zwingen uns dazu, den pH-Wert stabil zu halten. Durch die Störung des Gleichgewichts und die damit entstehenden Lücken in chemischen Kreisläufen und biologischen Nahrungsketten bilden sich die Nischen, die die Massenentwicklung einzelner Arten fördern.
 
Dies führt zu einer beschleunigten Verschlechterung der Lebensbedingungen für alle anderen Arten und letztlich zur ökologischen Verödung des Biotops. Es wirkt ungepflegt, und kann im drastischen Fall sogar umkippen.
 
Der pH-Wert hat bei 8,3 ein ideales Kalk-Kohlensäure Gleichgewicht. Dadurch kann sich der pH-Wert auch dauerhaft bei 8,3 halten. Durch die Pufferzonen ist er stabil. Dazu kommt auch noch die ideale Karbonathärte dazu. Wenn diese Werte stimmen, herrscht in Ihrem Teich ein ideales, aktives, biologisches Gleichgewicht. Wir kennen nur ein Hilfsmittel, mit dem sich der optimale pH-Wert von 8,3 einstellen lässt. Es heißt Söll TeichFit®. Durch dieses Pulver wird automatisch der richtige pH-Wert von 8,3 geschaffen. Sie müssen nur mehr von Söll TeichFit® in den Teich geben, als verlangt. Ein Überdosieren ist nicht möglich. Im Gegenteil, je mehr Sie davon in den Teich geben, desto größer wird die Pufferungszone von Kalk und Kohlensäure. Wichtig dabei ist, daß Söll TeichFit® direkt als Pulver in den Teich gegeben wird. Dadurch kann sich die Kohlensäure sofort mit dem Wasser verbinden. Das ist auch der Grund, warum das Mittel sofort wirkt.
 
Das ist sehr praktisch, wenn ein Teich kurz vor dem Umkippen steht. Sie brauchen diese Anwendung nur einmal pro Jahr im Frühjahr starten. So wird auch der Teichfilter geschont und es entwickeln sich nicht so viele Algen als sonst. Wenn Sie den pH-Wert in Ihrem Wasser messen möchten, eignet sich zur groben und schnellen Übersicht der pH-Schnelltest. Wenn Sie den pH-Wert aber genau wissen möchten, hilft nur ein guter Testkoffer mit Tropfentest oder eine Wasseranalyse im Labor.
 

Fragen Sie uns nach einer Wasseranalyse von Ihrem Teichwasser. Dies ist bei uns generell möglich. Dadurch werden Sie die wichtigsten Wasserwerte auf das genaueste erhalten.

 
Der pH-Wert schwankt innerhalb 24 Stunden. Abends ist der pH-Wert am höchsten. In der Nacht fällt der pH-Wert bei gepuffertem Wasser bis auf 7 ab. Tagsüber steigt der pH-Wert dann wieder bis auf 8,3 an. Somit ist das selbstreinigende System gewährleistet. Ist das Wasser jedoch nicht gepuffert, sind die pH-Wert schwankungen viel extremer. Dadurch kann sich die Algenbildung extrem vermehren.
 
So sieht der Ablauf in einem eutrophen Gewässer aus:
 
Nährstoffüberfluss (Frühjahr) --> Algenwachstum --> Biogene Entkalkung --> Pufferkapazität sinkt --> Metallfreisetzung pH-Schwankungen --> Artenvielfalt nimmt ab --> Schlammbildung --> O2 - Mangel
 
 

Die biogene Entkalkung heißt:

1. Algen brauchen CO2 --> aber auch Fische, Filter und Bakterien
2. Viele Algen = hoher CO2 Verbrauch im März
3. CO2 Mangel --> Lösung: KH = Kalk + CO2
4. Algen nehmen CO2 aus der KH --> KH sinkt --> pH-Wert steigt
 
 
Durch starke pH-Wert Schwankungen in Tag und Nacht bricht die relative Artenvielfalt im Teich zusammen. Die Folge sind Algenblüten. Die Algenblüte braucht viel Sonnenlicht und ein hohes Angebot an Phosphor. Kohlenstoff C und Stickstoff N sind niemals die Ursache einer Algenblüte. Diese entscheiden vielmehr über die Arten und die Auswirkungen.
 
Das Algenbruttowachstum:
 
Phosphor ist alleine ausschlaggebend; bewertet wird das sogenannte Frühjahrsmaximum an P (in natürlichen Seen)
 
 
Ausgangskonzentration
 
0,1 mg P/ l erzeugen 250 g Algenbiomasse in m²
1 mg P/ l erzeugt 2,5 kg Algenbiomasse in m²
( der Faktor ist hier 2 500 000 !!!)
 
 
Stoffwechselrate
 
Bis 12000 mg CO2/m²/d !
( bei 5 Grad KH sind in 1m³ ca. 110 g CO2 enthalten )
 
Bei den Algen Risiken:
 
- der pH und KH Wert haben auf die Fische eine direkte Wirkung
- pH und KH schlecht = Bildung von Parasiten, Bakteriosen, Kiemennekrosen, geschwächte Futterverwertung
- gestörte Artenvielfalt = Zusammenbruch der Nahrungskette
- Faulgase = Sauerstoff Überschuss oder Mangel, Fäulnis, Färbung, Trübung und Giftwirkung(Blaualge)
 
 
 
Wasser ist ein freundliches Element für den, der damit bekannt ist und damit umzugehen weiß.
 
                                                                   Johann Wolfgang von Goethe